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Was steht über mich im Internet? Die Checkliste in 10 Schritten

Nehmen Sie sich eine Stunde Zeit. Notieren Sie jeden Fund mit Adresse der Seite und Datum, bevor Sie etwas unternehmen.

  1. Suchbegriffe festlegen

    Ihr Name in Anführungszeichen, dazu Wohnort, Beruf oder Arbeitgeber. Frühere Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Benutzernamen, die Sie verwendet haben.

  2. In mehreren Suchmaschinen suchen

    Google, Bing und eine weitere Suchmaschine, jeweils abgemeldet in einem privaten Fenster. Sehen Sie sich mindestens die ersten drei Ergebnisseiten an.

  3. Nach eigenen Bildern suchen

    Suchen Sie in der Bildersuche nach Ihrem Namen. In die Bild-Rückwärtssuche einer großen Suchmaschine (etwa Google Lens oder Bing) laden Sie nur Fotos, die Sie selbst zeigen.

  4. Eigene Profile in sozialen Netzwerken prüfen

    Was sieht jemand, der nicht mit Ihnen verbunden ist? Prüfen Sie Sichtbarkeit, Profilbild, Kontaktliste und alte Beiträge.

  5. Alte Konten finden

    Durchsuchen Sie Ihr E-Mail-Postfach nach „Willkommen“ und „Registrierung“. Vergessene Foren, Shops und Netzwerke tauchen so wieder auf.

  6. Telefon- und Adressverzeichnisse prüfen

    Suchen Sie Ihren Eintrag in den bekannten Telefon- und Branchenverzeichnissen, auch rückwärts mit Ihrer Nummer. Wie Sie einen Telefonbuch-Eintrag löschen lassen, ohne dass er wiederkommt, steht auf einer eigenen Seite.

  7. Berufliche Spuren prüfen

    Firmenwebsites, Vereinsseiten, Bewertungsportale, Pressemitteilungen. Wenn Sie selbstständig sind, auch Ihr eigenes Impressum und Ihre Branchenbucheinträge.

  8. Datenhändler und Adresshändler fragen

    Mit einer Auskunft nach Art. 15 DSGVO erfahren Sie, welche Daten ein Unternehmen über Sie speichert. Die Antwortfrist beträgt in der Regel einen Monat.

  9. Funde ordnen und den Weg wählen

    Für jeden Fund gibt es einen passenden Weg: selbst ändern, den Betreiber um Löschung bitten (Art. 17 DSGVO) oder die Suchmaschine um Auslistung bitten. Ob gelöscht wird, entscheidet der Betreiber oder die Suchmaschine.

  10. In drei Monaten wiederholen

    Daten tauchen wieder auf, neue Quellen kommen hinzu. Tragen Sie sich einen Termin ein und wiederholen Sie die Schritte 2, 3 und 6 bis 8.

Werden Sie bedroht oder verfolgt, oder kursieren intime Bilder von Ihnen? Dann wenden Sie sich bitte an eine Beratungsstelle oder die Polizei, zum Beispiel an HateAid (Beratung bei digitaler Gewalt), den Weissen Ring (Opfer-Telefon 116 006) oder das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen (116 016). Im Notfall wählen Sie 110.

Wenn Sie es geführt möchten

Selfscope enthält zu jedem Schritt konkrete Suchbegriffe, ein Fundprotokoll für Ihren Browser und Mustertexte für Auskunft, Löschung und Auslistung.

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Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall. Nur für Recherchen zur eigenen Person.